Eine ganz neue Masche.

Häkelausstattung Teil 2: Die perfekte Häkelnadel

on Lesestoff vom 06.05.2015

with 0 Kommentare

Teil 2 der „Beitragsreihe Häkelausstattung“ beschäftigt sich mit dem wichtigsten Häkelwerkzeug. Gemeint ist natürlich: Die perfekte Häkelnadel.

Anders als beim Stricken braucht ihr zum Häkeln nur eine Nadel. Doch welche ist die Richtige für euch? Die Auswahl ist groß, denn Häkelnadeln gibt es in zahlreichen Größen bzw. Stärken und aus vielen verschiedenen Materialien. Hier kommt es darauf an, was ihr vorhabt und persönlich bevorzugt.

Die Größe ist entscheidend!

Je kleiner euer Häkelergebnis werden soll, desto kleiner sollte auch die Größe eurer Häkelnadel gewählt werden. In Europa werden Nadelstärken in Millimeter angegeben. Die Auswahl reicht dabei von 0,6 bis 20. Häkelnadeln in den Stärken 0,6 bis 1,75 werden als Garnhäkelnadeln bezeichnet. Häkelnadeln in den Stärken 2 bis 20 als Wollhäkelnadeln. Für filigrane Spitzenuntersetzer aus dünnem Garn solltet ihr also bevorzugt eine Garnhäkelnadel verwenden.

Für das Häkeln von Amigurumi und zum Üben empfehle ich euch Nadeln in einer Stärke zwischen 2 und 3,5. Meine ersten Projekte habe ich mit einer Häkelnadel in der Größe 3 gemacht. Diese Größe ist bis heute meine liebste und ich verwende selten eine andere. Es kommt aber darauf an, wie groß das Ergebnis werden soll und wie dick das Garn ist. Ob sich ein Garn für eine bestimmte Nadelstärke eignet, könnt ihr auf der Banderole des jeweiligen Garns ablesen. Mehr dazu hier: Häkelausstattung Teil 1: Das richtige Garn.

Nadeln ab Stärke 8 sind zum Häkeln mit dicker Wolle geeignet. Mit diesen könnt ihr beispielsweise sehr gut Mützen machen. Für kuschelige Riesenschals oder Teppiche empfehle ich euch Nadeln ab Größe 12.

Wie sieht es mit der Beschaffenheit aus?

Neben der Größe unterscheiden sich Häkelnadeln auch im Material. Die meisten Nadeln sind aus Metall und besitzen einen Holz- oder Kunststoffgriff. Es gibt aber auch Nadeln komplett aus Metall, Bambus, Holz, Kunststoff oder sogar Stein.

Holz- und Kunststoffnadeln halte ich erst ab Größe 8 für eine gute Wahl. Alle Größen darunter können in meinen Augen viel zu schnell zerbrechen. Am liebsten arbeite ich mit Metallnadeln von Prym*, die einen weichen gummierten Griff haben. Dieser wird oft als Softgriff bezeichnet. Er ermüdet die Finger nicht so schnell, wie ein Holz- oder Kunststoffgriff und ermöglicht durch seine griffige Oberfläche einen festen Halt. Es gibt auch ergonomische Häkelnadeln* aus Aluminium, dessen speziell geschwungener Kunststoffgriff vor verkrampften Händen schützen soll. Ob das wirklich funktioniert ist jedoch fraglich, da jeder eine Häkelnadel auf seine ganz eigene Weise hält und bewegt.

Was solltet ihr noch beachten?

Egal für welches Material ihr euch entscheidet: Achtet beim Kauf immer darauf, dass Nadel und ggf. Griff gut verarbeitet sind. Sie sollten zum Beispiel keine raue Oberfläche oder Nähte aufweisen, die im schlimmsten Fall euer Garn aufreiben und damit beschädigen können. Eure Hände werden euch für eine sauber verarbeitete Oberfläche ebenfalls dankbar sein.

Zudem sollten Nadeln mit Griff immer gut mit diesem verbunden sein. Ansonsten kann es passieren, dass sich die Nadel während des Häkelns vom Griff löst und im schlimmsten Fall abbricht!

Noch ein Tipp:
Die Stärke einer Nadel ist meist auf dieser oder ggf. den Griff aufgedruckt. Solch ein Aufdruck reibt sich jedoch schnell ab und bald darauf habt ihr die Stärke vergessen. Besser sind daher Nadeln mit Relief oder eingravierter Nadelstärke.

Gibts noch einen Haken?

Na klar! Ganz oben an der Nadel! ;) Achtet darauf, dass dieser nicht zu spitz ist. Er spaltet sonst ungewollt das Garn. Auf die Kerbe des Hakens solltet ihr ebenfalls ein Auge werfen. Sie sollte weder so kurz sein, dass der Faden vom Haken fällt, noch so tief, dass er darin stecken bleibt.

Damit endet auch schon Teil 2 der Beitragsreihe „Häkelausstattung“.

Hier geht es zu Teil 1: Das richtige Garn und Teil 3: Hilfreiches Zubehör.

* Die gekennzeichneten Links sind Affiliate Links, welche mit dem Amazon Partnerprogramm in Verbindung stehen. Das bedeutet: Ich erhalte eine Provision für jeden generierten Umsatz, der über diese Links erfolgt. Für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten.

Artikel teilen


Kommentar schreiben

Datenschutzhinweise:
Deine eingegebene E-Mail Adresse wird zum Bezug von Profilbildern bei dem Dienst Gravatar genutzt. Zu Details hierzu sowie generell zur Verarbeitung deiner Daten und Widerrufsmöglichkeiten, verweise ich auf meine Datenschutzerklärung. Du kannst gerne Pseudonyme und anonyme Angaben hinterlassen. Hinweise zu Kommentarabonnements und zum Widerrufsrecht findest du ebenfalls in der Datenschutzerklärung.

hoch